Der Naturschutzkorridor Brunnbächli umfasst die Parzellen 899, 903, 911 und 912 im Gebiet Schrannen Bünt — zusammen rund 11’000 Quadratmeter. Der zukünftig oberirdisch fliessende Bach, Magerwiesen, Hecken und Ufergehölze bilden hier ein zusammenhängendes Mosaik an Lebensräumen.
Parzellen: 899, 903, 911, 912 (Gebiet Schrannen Bünt, Erlinsbach). Gesamtfläche: rund 11’000 m².
Bachsohle und Uferbereiche
Wir erhalten die Bachsohle als naturnahes Gewässer und pflegen die angrenzenden Uferbereiche extensiv, damit sich Kleinlebewesen und Ufervegetation ungestört entwickeln können.
Magerwiesen
Die Magerwiesen werden extensiv bewirtschaftet: späte Mahd, kein Dünger. So erhalten seltene Arten wie der Wiesensalbei die Zeit, die sie zum Blühen und Versamen brauchen.

Hecken und Ufergehölze
Wir pflanzen standortgerechte Hecken und Ufergehölze, die Deckung, Nahrung und Vernetzung für Vogel- und Kleintierarten bieten.
Neophytenbekämpfung
Invasive Neophyten bekämpfen wir gezielt, bevor sie die einheimische Vegetation verdrängen und die Artenvielfalt im Korridor gefährden.

Am hartnäckigsten ist der Japanische Staudenknöterich. Er treibt aus einem tief reichenden Wurzelstock immer wieder aus, und schon kleine Rhizom- oder Sprossstücke genügen, um einen neuen Bestand zu begründen — Bachwasser und verschobenes Aushubmaterial verbreiten sie zuverlässig. Wir schneiden die Bestände deshalb mehrmals pro Saison, führen das Schnittgut in die Kehrichtverbrennung statt in den Kompost und verschieben kein Bodenmaterial aus befallenen Flächen.
Beobachtung und Dokumentation
Wir beobachten und dokumentieren die ökologische Entwicklung des Korridors laufend — als Grundlage für die Pflegeplanung und als öffentliche Transparenz über «Aktuell».
Wie der Korridor das Naturschutzgebiet Birch-Brunnacker mit der Aare verbindet und wann das Brunnbächli wieder ans Tageslicht kommt, lesen Sie unter «Vernetzung: Vom Brunnbächli zur Aare».